Zum letzten Spiel im Jahr 2011 hatten wir auswärts zum ersten Rückrundenspiel anzutreten, obschon für uns immer noch zwei Vorrundenspiele ausstehend sind. Wie dem auch sei, am Samstagabend mussten wir in Bern in der Uni-Sporthalle spielen. In dieser Halle ist nun so ziemlich alles verboten, was verboten sein kann. Vor der Halle darf nicht geraucht werden, in der Halle gelten Schuh-, Harz-, Haftmittel, Fluch-, Bänkli- und jede Menge anderer Verbote. Ich habe in meiner langen Karriere noch nie so viele Verbotshinweise in und um einer Halle gesehen wie in der Heimhalle unseres heutigen Gegners.
Uni Bern Handball, eine Truppe junger, wilder und schneller Kerls, haben wir vor noch nicht einmal einem Monat in der Lachenhalle in extremis mit einem Tor Differenz bezwungen. Mir war bewusst, dass sie diese Niederlage ziemlich geschmerzt hat und dass sie Revanche geschworen hatten.
Nun die Geschichte dieses Spiels ist schnell erzählt. Unserem Gegner ist die Revanche mehr als nur geglückt. Sie gipfelte in einer 23:9 Klatsche. Uni Bern war kämpferisch besser (zu meiner Enttäuschung), sie waren in der Verteidigung massiv besser (sonst unsere grosse Stärke), sie waren im Angriff klar überlegen, sie waren technisch und am Ball (ohne Harz) viel besser und sie waren im Gegensatz zu uns mental bereit. Zusammengefasst heisst dies, Uni Bern war uns in wirklich allen Belangen eines Handballspiels total überlegen und hat verdient so deutlich gewonnen.
Über unser Spiel (waren wir überhaupt an diesem Spiel?) gibt es nichts zu sagen. Uns gelang nicht nur nichts, uns gelang überhaupt rein gar nichts. Wir waren zwar physisch offenbar in der Halle, aber psychisch bestimmt nicht beim Spiel. Ich gehe davon aus, dass eigentlich jeder gewollt hätte, aber gekonnt hat nicht ein einziger wirklich etwas. Vermutlich haben uns die vielen Verbote in der Halle dazu verleitet anzunehmen, dass auch das Handball spielen verboten ist. Wie hat doch der Kult-Trainer aus Italien einmal gesagt, „was sagen Struuunz, Struuunz war wie Flasche leer“. Ja, an diesem Abend waren wir vom DRÜ wie eine ganze Harasse leerer Flaschen.
Sportlich ein echter Scheiss-Abschluss des Jahres 2011, aber wer uns kennt weiss, dass uns dies nicht aus der „DRÜ-Umlaufbahn“ werfen wird. In diesem Sinne, let‘s go on next Year!
Übrigens: Ich persönlich hatte an diesem Nachmittag doch noch ein echtes Highlight. Ich konnte das Spiel vom Zwöi gegen Herzogenbuchsee verfolgen. Spieler und Trainer vom Zwöi, es ist eine echte Freude euch zuzuschauen, und das nicht nur heute. Ich als ein fanatischer Anhänger von echtem Mannschaftsgeist freue mich extrem über und für euch. Ihr vom Zwöi seid zur Zeit eine ECHTE MANNSCHAFT! Herzliche Gratulation und macht genau so weiter.
Rüedu Badertscher |