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Zweibrücken

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Gut dagegen gehalten, trotzdem verloren

Gut dagegen gehalten, trotzdem verloren


Im zweiten Saisonspiel mussten wir auswärts beim HGO 2 antreten. Wie gut dieser Gegner sein würde, war mir nicht ganz klar. Wir konnten aber davon ausgehen, dass er mit Sicherheit stärker sein würde als letztes Jahr. Dies deshalb, weil bei HGO 2 diese Saison einige Spieler mittun, die letztes Jahr noch in der 1. Mannschaft in der zweiten Liga gespielt haben.

Meine Vermutung stellt sich schon bald als richtig heraus. Die Rückraumspieler, insbesondere aber Christoph Schmutz auf hinten links zeigte, dass er deutlich mehr kann, als ein normal guter Viertliga-Spieler. Wir versuchten die Rückraum-Shooter des HGO mit einer ziemlich offensiven Deckung auf den Zweierpositionen so gut es ging unter Kontrolle zu halten. Dies gelang uns insgesamt gar nicht so schlecht. Allerdings profitierten wir Anfangs auch davon, dass ziemlich viele Würfe der HGO-Rückraumschützen über oder neben das Tor flogen. Aber noch viel entscheidender für die nur knappe 18:17 Niederlage war, dass unser Torhüter David „Lützu“ Lutz eine schlicht sensationelle Leistung bot. Am Schluss standen nicht weniger als 16 Paraden auf seinem Konto, was einer Abwehrquote von rekordverdächtigen 47% entspricht.

Leider hatte ich zwei Minuten vor Schluss beim Spielstand von 17:16 für HGO 2 kein Team-Timeout mehr zur Verfügung. Sonst wäre mit ein paar taktischen Anweisungen in Ruhe möglicherweise sogar noch das Unentschieden drin gelegen. Das Team-Timeout musste ich bereits früh in der zweiten Halbzeit nehmen, da wir in dieser Zeit innert weniger Minuten mit vier Toren in Rückstand gerieten und ich bei einigen meiner Mitspieler erste Anzeichen einer gewissen Resignation zu erkennen glaubte.

Trotz der knappen Niederlage können wir sicher stolz auf unsere Leistung sein. Wenn wir noch lernen, in den entscheidenden Spielsituationen ruhiger und cleverer zu werden, dann ist in Zukunft gegen solche Gegner sogar noch mehr möglich als heute. Gekämpft hat jeder (nach einem kurzfristigen Einknicken) und wenn wir solche moralische Tiefs wie Anfangs zweiter Halbzeit noch verhindern können, dann kann ich das Team-Timeout im nächsten Spiel in einem taktisch besseren Moment nehmen.

Rüedu Badertscher